Erfreulich ist der Jahreszeitenwechsel ...

... das empfand schon der Dichterfürst Goethe vor 200 Jahren. Was uns so selbstverständlich erscheint, dass wir es kaum noch wahrnehmen - oder aber uns wünschen, dass immer Sommer wäre ... Dabei wäre unser Land und unsere Kultur nicht, was sie wäre, ohne diesen gewaltigen Wechsel von Dunkelheit und Licht, von 40 - 50 Grad Celsius Unterschied zwischen kalten Winter- und heißen Sommertagen. Alles Streben bei uns ist darauf zurückzuführen, das Arbeit, Anstrengung und Vorsorge die einzige Möglichkeit war, das Überleben unter diesen klimatischen Bedingungen zu sichern.

Dennoch kommt jetzt die schönste Zeit des Jahres: Das Aufwachen der Pflanzenwelt aus ihrer Winterstarre. Das neue Erblühen des Lebens ... dargestellt durch den Beginn des Glaubenszyklus mit der Auferstehung ...

 

Als späten Ostergruß ein paar Zeilen aus Goethes Osterspaziergang (Faust 1):

 

Jeder sonnt sich heute so gern.

Sie feiern die Aufersteheung des Herrn,

Denn sie sind selber auferstanden,

Aus niedriger Häusern dumpfern Gemächern,

Aus Handwerks- und Gewerbes-Banden,

Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,

Aus der Straße quetschender Enge,

Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht

Sind sie alle ans Licht gebracht

 

Ich wünsche Ihnen viele sonnige Tage

Ria Henning-Lohmann

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